Leaving the comfort zone #16: All you need is love…

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…sangen schon die Beatles. Gestern war mal wieder Valentinstag, der „Tag der Liebenden“, oder sollte man gar sagen, der Tag der Parfümeure, der Praliniers und der Floristen? Naja, ich möchte jetzt eigentlich gar keine kontroverse Debatte darüber starten, ob es eher ein kommerziell instrumentalisiertes Event oder wirklich eine von Herzen kommende Tradition ist.

Ich mag die Kommerzialisierung von Gedenk- und Feiertagen, wie sie ja schon im Falle von Weihnachten und Ostern seit jeher immens ist, nicht – daher beäugte ich auch den Valentinstag bisher eher argwöhnisch. Im Vorfeld des gestrigen Valentinstags jedoch entdeckte ich eine Aktion, die ich einfach nett fand.

Ein Aufruf auf einer von mir häufig frequentierten Website kam mir unter die Augen: „Free Hugs“/“Gratis Umarmungen“ sollten am Nachmittag des Valentinstags auf dem Berliner Alexanderplatz, allsamstäglich „Kampfzone“ der Extremshopper, an Passanten und auch untereinander angeboten werden. Um 14 Uhr sollte man in roter Kleidung und mit einem „Free Hugs“-Schild ausgestattet – fast hätte ich „bewaffnet“ geschrieben, aber das ist wohl inadäquat, schließlich geht es um Liebe 😉 – erscheinen, um Umarmungen zu verteilen an wem auch immer danach dürstet.
Interessant – so etwas habe ich noch nie gemacht -> da muss ich hin, dachte ich mir.

IMG_1724 Welche Geschichte steckt hinter dieser Aktion? Ursprünglich stammt die Idee von dem Australier Juan Mann, dessen Lebensziel und Mission es war, in einer an sozialen Kontakten armen Welt das Leben von Fremden durch Umarmungen zu erhellen. Mit einem Schild mit der Aufschrift „Free Hugs“ stellte er sich in die Pitt Street in Sydney, offerierte Umarmungen und menschliche Nähe. So begründete er auf diese Weise ungefähr 2004 die Bewegung, die unter dem Namen „Free Hugs Campaign“ firmierte.
Staatlichen Institutionen war diese Kampagne suspekt, mehr noch als das.
Die Aktionen wurden zwischenzeitlich sogar verboten, da die Stadt Sydney einen Schaden der Umarmten befürchtete, die sie selbst, die Stadt Sydney, zu verantworten habe (so die offizielle Aussage)… Was wirklich dahinter steckte, darüber lässt sich nur mutmaßen. Juan Martin gibt auf der Website der Kampagne „Public liability fear and red tape“ (übersetzt ungefähr „Angst vor Haftung und Bürokratie“) als Grund an. Später wurde das Verbot jedoch wieder aufgehoben.

Wer mehr zu der Kampagne lesen möchte, der schaue sich einfach die sehr ausführliche Website an: Free Hugs Campaign.

Heute finden derartige Aktionen weltweit statt, auch wenn sie aber zum Beispiel in China noch immer verfolgt werden.

Mir hat die Aktion viel Spaß bereitet. Die Passanten waren meist im ersten Moment zwar skeptisch, was denn dies solle, aber dann setzten sich bei fast allen ein Lächeln und ein positives Erstaunen durch. Und damit wäre das Ziel der Free Hugs Campaign erreicht, die da als Motto ausgibt: „Sometimes, a hug is all what we need“…

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