Leaving the comfort zone #19: Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär‘, dann wär‘ mein Vater Millionär…

Ja, den Satz kennt jeder…  Grammatikalisch gesehen handelt es sich um einen irrealen Bedingungssatz, der einen Sachverhalt beschreibt, der zwar theoretisch möglich ist, aber praktisch nur gedanklich existiert. Der mit „wenn“ (oder „falls“) eingeleitete Nebensatz erhält die Bedingung, die bei Erfüllung die im Hauptsatz beschriebene Folge nach sich zöge… Haupt- und Nebensatz werden ob der Irrealität im Konjunktiv II formuliert. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Kurz: Es geht um eine Sache, die nicht der Realität entspricht. *Ende des Deutschexkurses und nun zum eigentlichen Thema* 😉 Klugsch…ßmodus aus…

Vor einiger Zeit nahm ich an einem Workshop zum Thema „Portemonnaie“ teil – er gehört zu der schon erwähnten Workshopreihe von „ErkennensWert“. Aufgrund meines BWL-Studiums und auch meiner Einstellung zu Geld, die mir bislang nie Probleme bescherte, dachte ich, ok, ich schau mir den Workshop mal an, aber wahrscheinlich bringt mir der ohnehin nicht viel. Ich habe zwar nie viel Geld, aber immer „genug“ (was auch immer das bedeutet). Außerdem gebe ich auch immer nur sehr wohlüberlegt Geld aus.  Also aus meiner Sicht: Keine oder zumindest keine großartigen Schwierigkeiten vorhanden. Da ich mir aber vorgenommen habe, offen zu sein und Neues an mich heranzulassen, ließ ich mich natürlich bereitwillig auf den Workshop ein und harrte der neuen Inspirationen. 🙂

Dieser Workshop wurde von der Dozentin Sandra Wilkens geleitet, die über langjährige Erfahrung in der Finanzbranche verfügt, und  basiert auf der Annahme, dass es zwischen finanziell „erfolgreichen“ und „erfolglosen“ Menschen einen essentiellen Unterschied im Denken gibt, der eben der ausschlaggebene Faktor für die finanzielle Ungleichheit ist. Natürlich sind die Definitionen von „erfolgreich“ und „erfolglos“ recht allgemein formuliert, aber dies dient der Vereinfachung, um das hinter der Idee stehende Prinzip zu verdeutlichen.

Die Analyse, worin konkret diese Differenz begründet ist, soll helfen,  sich bewusst zu werden, wie die eigene Einstellung zu Geld ist, inwieweit diese Tatsache finanzielle Entscheidungen aktuell beeinflusst oder auch in der Vergangenheit schon beeinflusst hat. Es wird analysiert, wie das eigene finanzielle Verhaltensmuster ist und woher es kommt, z.B. wie sind meine Eltern oder Großeltern mit Geld umgegangen, was wurde mir vorgelebt. All dieses dient der Analyse des Ist-Zustandes. Das ist gut zu wissen, reicht aber noch nicht.

Es geht nachfolgend darum, das eigene finanzielle Denken neu auszurichten, um einen Soll-Zustand zu erreichen, der eben dem Denken der finanziell „erfolgreichen“ Menschen entspricht und einen selbst offen  und bereit für mehr Geld machen soll.

Die der Idee zugrundeliegenden Annahmen sind recht pauschal und plakativ formuliert, aber es steckt viel Wahrheit in ihnen. Die eigenen monetären Blockaden, die man teils über Jahrzehnte aufgebaut hat, zu lösen, die Barrieren zu lockern, das ist das Ziel. Natürlich füllt ein solcher Workshop nicht das eigene Portemonnaie (zu schade), aber er schärft die Wahrnehmung des eigenen Verhaltens und hilft, eben dieses in Zukunft vielleicht ein wenig anders zu gestalten. Damit aus dem irrealen Bedingungssatz aus der Überschrift vielleicht schon bald Realität wird…

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