Leaving the comfort zone #22: Innehalten und ausrichten…

comfort zoneIm Rahmen dieses kleinen Blogprojektes möchte ich ja bekanntlich für mich neue Dinge ausprobieren.  Viele von mir getestete Aktivitäten haben im weitesten Sinne mit Wellness und Erholung zu tun, so auch die Aktivität des heutigen Blogbeitrags.

Vor kurzem nahm ich an einem Workshop zum Thema „Alexander-Technik“ teil. Oft hatte ich dieses Stichwort gehört, meistens im Zusammenhang mit Schauspielern oder Musikern, doch so richtig konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Der Workshop sollte etwas daran ändern.

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Alexander-Technik beschäftigt sich mit dem Körper, der Haltung und Bewegungsmustern, die oftmals Anspannungen und Belastungen unterliegen, was wiederum Störungen im Bewegungsablauf zur Folge hat.

Begründet hat diese Technik Frederick Matthias Alexander, ein australischem Schauspiellehrer, geboren 1869 und  gestorben 1955, der als junger Schauspieler mit heftigsten Stimmproblemen zu kämpfen hatte, die kein Arzt zu heilen vermochte. In seiner Not begann Alexander von 1888 an seine eigene Bewegungsmuster zu studieren, um den vorliegenden und ihn in seiner beruflichen Tätigkeit behindernden Störungen auf die Schliche zu kommen. Er erkannte, dass der Gebrauch des Körpers seine Funktion beeinflusst. Ihm wurde bewusst, dass eine Trennung physischer von psychischen Funktionen nicht möglich ist.

Der Satz „Erst einmal innehalten, dann ausrichten“ zog sich durch den gesamten Workshop: Es geht darum, sich die eigene Haltung bewusstzumachen und infolgedessen zu korrigieren, um eine anschließende geschmeidige, fließende Bewegung zu ermöglichen. Durch fließende Bewegungen, durch freie und unbelastete Gelenke werde auch der Geist des Handelnden freier und beweglicher.

Im Workshop wurden unterschiedliche Bewegungsabläufe einzelner Teilnehmer exemplarisch beurteilt und korrigiert. Bei mir wurde der Laufstil beobachtet: Meinem Laufstil zufolge sieht man mir an, dass ich viel tanze oder getanzt habe, da ich sehr zackig, schnell und aufrecht sei und nichts schlackere (whatever that means… ;-)).IMG_4893

Tipps, die mir gegeben wurden, waren beispielsweise, dass ich langsamer (also bewusster) laufen und den Kopf mehr heben solle. Beim Gehen selbst sollte ich darauf achten, nicht mit dem Fuß zu beginnen, sondern mit dem Knie, um eine sanftere, wenig zackige Bewegung zu erreichen. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, wie richtig genau das ist.

Ich gebe zu, dass ich vor dem Workshop ein wenig skeptisch ob des Konzeptes Alexander-Technik war, aber ich muss jetzt sagen, dass ich mich sicher noch einmal eingängiger damit beschäftigen und auch die von der Dozentin empfohlene Literatur sichten werde.

 

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2 Antworten zu Leaving the comfort zone #22: Innehalten und ausrichten…

  1. Talasia schreibt:

    Ich habe ehrlich gesagt noch nie davon gehört. Das mit dem Laufen werde ich mal ausprobieren, ich bin immer flotter unterwegs, bin mir aber sehr bewusst, dass ich dabei die Füße halt zuerst bewege. Werde das mal probieren mit den Knien =)

    Gefällt 1 Person

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