Leaving the comfort zone #25: Kill them with kindness…

comfort zone

Meine lieben Leser,

heute möchte ich weder ein neues Produkt noch eine neu getestete Sportart vorstellen, sondern eigentlich etwas Altes, das ich aber immer wieder gerne (und sehr erfolgreich) anwende: Eine Strategie, mit schlechtgelaunten Personen umzugehen… Ein englischsprachiger Freund von mir umschreibt  die Wirkungsweise dieser Taktik gerne mit „Kill them with kindness“/“Töte sie mit Liebenswürdigkeit“…

Kennt Ihr das, wenn Ihr nichts Böses ahnend von einer anderen Person doof von der Seite angeblafft werdet? Völlig aus heiterem Himmel? Ihr fragt freundlich – und was kommt zurück: Schlimmstes Gekeife. Ich denke, wir alle haben solche Situationen erlebt, in denen man im ersten Moment wie vor den Kopf geschlagen ist und so gar nicht weiß, wie man damit umgehen soll, denn: Man selbst war doch freundlich. Oder etwa nicht?

Lange hat mich derartiges Verhalten sehr gestört und teilweise hing es mir manchmal den Rest  des Tages böse nach, wirkte sich auf meine eigene Laune aus. Eines Tages war ich nicht mehr bereit dazu, mir meine eigentlich gute Eingangsstimmung verderben zu lassen, nur weil mein jeweiliger Gesprächspartner gerade frustriert ist – so erklärte ich es mir diese Reaktion meistens – oder weil ihm eine anderweitige Laus über die Leber gelaufen ist. Ich bin nicht für das Glück der anderen verantwortlich und außerdem diene ich auch äußerst ungern als Blitzableiter…

Daher: Seit geraumer  Zeit entgegne ich dem anderen mit kontrastiver Freundlichkeit, ich werde geradezu zuckersüß und umschmeichelnd. Und was soll ich sagen: Es funktioniert hervorragend, denn die Gegenseite ist zumeist völlig verdattert, warum ich sooooo nett und höflich bin, obwohl ich doch gerade beschimpft wurde. In den meisten Fällen führt diese kurzzeitige Verwirrung zu einer (möglicherweise leider ebenfalls nur kurzfristigen) Episode der Freundlichkeit auf der anderen Seite. Psychologen und Neurologen können sicherlich erklären, woran dies liegt – vielleicht hängt es unter anderem mit den sogenannten Spiegelneuronen und/oder dem Konzept der Gefühlsansteckung zusammen. Ein herrlicher Anwendungsbereich ist auch, Personen, die das Grüßen gerne „vergessen“, besonders herzlich anzusprechen: „Guten Morgen, liebe …“

Für mich als User ist einzig der Effekt wichtig: Und ja, es funktioniert hervorragend! Und führt  – das nur am Rande –  auch bei einem selbst zu einem besseren Gefühl. Nur nicht von den schlechten Emotionen und Vibrations anstecken lassen  – immer schön dagegen halten!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Anders denken, Berlin..., Dies und das, Leaving the comfort zone, Pro Freedom of Speech abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s