Leaving the comfort zone #33: Wer hat die Kokosnuss geklaut?

10941903_10206152423874420_2939397659943661211_nAuf meiner letzten wirklich längeren Reise, die mich in Südostasien von Thailand über Kambodscha bis nach Vietnam führte, entdeckte ich meine Liebe zur Kokosnuss. Tagein, tagaus bestellte ich diese schmackhafte Frucht, um mit köstlichem Kokoswasser meinen ob der tropischen Temperaturen immensen Durst zu stillen.

Irgendwo in Phnom Penh im Januar 2015

Irgendwo in Phnom Penh im Januar 2015

Vorher in Deutschland konnte ich mit Kokos eigentlich nur in Form des Schokoriegels Bounty und der Nascherei Raffaello („Ohne Schokolade?“) etwas anfangen, natürlich auch nicht zu vergessen die Kokosmakronen, die in meiner Kindheit jedes Jahr zu Weihnachten gebacken wurden…

Das änderte sich aber schlagartig mit dieser Reise. Diese Reise machte mich geradezu süchtig nach frischem Kokoswasser. Praktisch sah es so aus, dass mit einem Messer einfach ein Loch in die Schale der frischen Kokosnuss geschlagen und ein Strohhalm hineingesteckt wurde. Manchmal wurde auch noch seitlich ein kleiner, oberflächlicher Schlitz in der Schale angebracht, um den Strohhalm dekorativ zu präsentieren. Sehr niedlich ;-).  Und ich belas mich natürlich sogleich, wie gesund Kokoswasser doch sei…

Kokoswasser darf nicht mit Kokosmilch verwechselt werden. Kokoswasser ist die süße und klare Flüssigkeit, die sich keimfrei und fast fettlos im Inneren der jungen Kokosnuss befindet. An fast jeder Straßenecke werden in Südostasien die Nüsse angeboten und dienen oftmals als Trinkwasserersatz. Reift die Kokosnuss heran, so vermindert sich die Menge des Kokoswassers. Bei sehr jungen Früchten beträgt die Menge des Kokoswasser fast ein Liter. In Drittweltländern wird das Kokoswasser oftmals traditionell als Mittel bei Durchfallerkrankungen eingesetzt.

Kokosmilch hingegen ist nicht natürlich in der Nuss enthalten, sondern wird durch das Pürieren des Fruchtfleisches mit Wasser produziert.

Zurück in Deutschland vermisste ich das frische, leckere und unglaublich durstlöschende Getränk sehr. Bloß: Woher im kalten und unexotischen Deutschland nehmen? In meiner „Not“ 😉 probierte ich die vielen Kokosdrinks, die in Deutschland seit einiger Zeit angeboten werden – im Rahmen einer sehr speziellen Wellnesswelle… Kommerziell vertriebenes Kokoswasser wird in der westlichen Welt  angepriesen als der Fitnessdrink schlechthin und als DAS Schlankheitsmittel. Ob das nun wirklich stimmt, sei mal so dahingestellt. Aber das sind ja auch nicht die Gründe, weshalb ich Kokoswasser trinken möchte, sondern eher, um mein Urlaubsgefühl ein wenig länger zu konservieren…

„Kokoswasser“ in Deutschland…

Ja, durchaus trinkbar… Aber: Wer das Original kennt, dem ist leider mit einem Kokosdrink aus der Dose nicht wirklich zu helfen…

Was bleibt mir anderes übrig, als schnellstmöglich wieder in die Region zu reisen. Und bald schon ist es soweit. Bald werde ich wieder frisches Kokoswasser schlürfen, ganz bald schon… Ich freue mich schon jetzt riesig darauf…

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