Leaving the comfort zone #41: Essen wie die Flintstones – yabba dabba do!

comfort zoneEin neuer Trend  aus den USA, genauer gesagt direkt aus Hollywood, schwappt nach Europa: Ernährungstechnisch ist es derzeit sehr angesagt, sich wie in der Steinzeit zu ernähren, da diese Art der Ernährung artgerecht für den Menschen sei. Man findet diesen Trend unter dem Namen Paleodiät, Steinzeiternährung und ähnlichem. „Paleo“ leitet sich ab vom Begriff „Paläolithikum“ (Altsteinzeit).

Was heißt das praktisch? Relativ einfach zu umschreiben: Erlaubt sind – ganz grob umrissen – Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier, Salate, Nüsse, Fett und Obst. Nicht erlaubt sind Getreide, Hülsenfrüchte,  Zucker jeglicher Couleur, Milchprodukte. Natürlich kann das hier nur ein kurzer Überblick sein, denn es wird fein differenziert, welches Öl beispielsweise gestattet ist.

Wenn es einen neuen Ernährungstrend gibt, kann man in einer Metropole wie Berlin geradezu darauf warten, bis Restaurants eröffnet werden, die sich ihm verschreiben, so auch in diesem Falle.

Meine Begleitung und ich testeten vor wenigen Tagen eines der beiden „Sauvage“-Restaurants in Berlin. Es gibt ein sogenanntes großes und ein kleines Paleorestaurant – wir wählten das kleine: Erstens liegt es in Neukölln und damit näher an uns, zweitens sind die Preise ein wenig niedriger als in der in Mitte gelegenen Dependance.

Es war spannend, in der Karte zu schmökern – bei Interesse einfach mal auf die Webseite schauen: Man findet auf der Karte unter anderem auch Hirn und Knochenmark, was für uns in der heutigen Zeit vielleicht eher ungewöhnlich scheint. Dahinter steckt die Regel der Steinzeitdiät, möglichst das Tier als Ganzes zu verzehren, was sicherlich sinnvoll ist. Ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der Paleoküche ist Regionalität – auch das ist unterstützenswert.

 

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Seelachs Ceviche mit Koriander, Limette und Ingwer (wobei man vielleicht darüber streiten kann, wie regional dies ist ;-)) – lecker war es!

 

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Sehr feiner Wildkräutersalat mit Olivenöl

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Violetter Kartoffelsalat mit Kapern, roten Zwiebeln, Oliven und Olivenöl-Mayo…

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Das Restaurant kann ich sehr empfehlen – alles, was wir probierten, war schmackhaft und fein angerichtet; das Ambiente ist sehr entspannt und die Bedienung freundlich.

Die Frage, ob diese Art der Ernährung eher positiv oder negativ zu bewerten ist, möchte ich im Rahmen meines Blogs nicht behandeln zumal ich ohnehin nicht der große Dogmatiker bin und grundsätzlichen Verboten und Geboten bezüglich der Ernährung Probleme habe. Es ist eine weitere interessante Herangehensweise,  aber für mich schwierig umzusetzen, da ich ungern prinzipiell auf meine Milchprodukte verzichten möchte…

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