Leaving the comfort zone #51: Derzeitiges Superfood Chia

10941903_10206152423874420_2939397659943661211_nRegelmäßig schwappt ein neues sogenanntes „Superfood“ auf den europäischen und somit auch deutschen Markt, meistens über den großen Teich.

Eines der neuen Superfoods ist  das sogenannte Chia. Möchte man Chia ausprobieren, so fällt einem als erstes etwas recht Wesentliches auf: Der Preis… Schaut man sich auf dem Markt um, so sieht man, dass ein Kilo Chia zwischen 20 und 40 Euro pro Kilogramm kostet, was kein unerheblicher Preis ist. Dennoch hat Chia eine unglaubliche Karriere auf dem deutschen Markt hingelegt, weil Chia im Ruf steht besonders nährstoffreich zu sein und daher fit zu machen.

Chia (botanischer Name: Salvia hispanica = „spanischer Salbei“) gehört den Salbeipflanzen an und entstammt lateinamerikanischen Staaten wie z.B. Guatemala. Angeblich, so wird gemunkelt, hätten sich schon die Mayas und Azteken von den Körnern der Chia ernährt. So gibt es unter anderem die Legende, dass die Kuriere der Mayas immer einen Beutel mit Chia auf die Reise mitnahmen, um unterwegs gut versorgt zu sein.

Chia ist kein echtes Getreide, sondern wie Amarant und Quinoa Pseudogetreide, d.h. es kann ähnlich wie Getreide genutzt werden, besitzt aber keine Eigenbackfähigkeit, sondern kann beim Backen nur ergänzend verwendet werden. Es gibt ganz tolle Backrezepte mit Chia, was zum Beispiel für Menschen wichtig ist, die an Glutenunverträglichkeit leiden. Chiabrot oder auch -brötchen lassen sich sehr einfach und unkompliziert herstellen.

Abgesehen vom Hype um Chia, ist Chia tatsächlich so gesund wie man sagt? Chia enthält wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, hat einen hohen Proteinanteil, Ballaststoffe sowie viele Vitamine (A, C) und Mineralien. Laut europäischer Lebensmittelverordnung gelten Chiasamen als „Novel Food“, als neuartiges Lebensmittel. 2009 wurden sie in Backwaren zugelassen, allerdings erfolgte eine Zulassung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eines Imports reiner Chiasamen erst im Jahr 2013. Die tägliche Verzehrempfehlung wurde auf maximal 15 Gramm festgelegt. Backwaren dürfen zu höchstens 10 Prozent aus Chiasamen bestehen.

Chiasamen lassen sich also Ergänzung beim Backen nutzen oder auch ins Müsli, in Salate und Suppen streuen. Mit Chia lässt sich das vielgepriesene Chiagel herstellen, eine gelartige Masse, die vielseitig  einsetzbar ist, z.B. als Eiersatz  oder als Geliermittel.

Was mir zum Beispiel zum Frühstück sehr gut schmeckt und ob der Ballaststoffe lange sättigt, ist Chiapudding: Hierzu lässt man Chiasamen in Milch quellen – es funktioniert prima mit Mandelmilch, Sojamilch, sofern man die vegane Variante bevorzugt, oder auch mit konventioneller Kuhmilch. Nach dem Quellen mit Früchten verfeinern und in den Kühlschrank, am besten über Nacht. Und schon hat man ein leckeres, gesundes Frühstück.

Nicht zu vernachlässigen ist bei der Nutzung jedoch, dass die Chiasamen eine lange Reise unternehmen müssen, um in Deutschland zu landen. Besonders umweltverträglich ist es also nicht und außerdem wie bereits bemerkt relativ kostspielig. Eine heimische Alternative wären beispielsweise Leinsamen, die hinsichtlich ihrer Eigenschaften und ihres Nährstoffgehaltes ungefähr den Chiasamen entsprechen und außerdem weitaus preisgünstiger sind.

Chia ist als Ergänzung der Ernährung sehr gut geeignet, gerade wenn man auf bestimmte Zutaten verzichten möchte (vegane Ernährung) oder gar muss (Glutenunverträglichkeit). Der Preis jedoch ist leider nicht von der Hand zu weisen.

IMG_9718Die Chiasamen wurden mir freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt von der Feinstoff Vertriebs GmbH. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken.

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11 Antworten zu Leaving the comfort zone #51: Derzeitiges Superfood Chia

  1. Pingback: Leaving the comfort zone #51: Derzeitiges Superfood Chia | Ernährung im Kampfsport

  2. Tanjas Bunte Welt schreibt:

    Hallo,

    der Chia Hype ist mir nicht entgangen, gekostet habe ich sie bis jetzt ehrlich gesagt noch nicht. Irgendwie steckt mich der Hype nicht wirklich an. Keine Ahnung warum aber ich muss es jetzt nicht unbedingt haben.
    Haben die Chiasamen denn einen Eigengeschmack?
    Liebe Grüße
    Tanja
    #Kommentiertag

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  3. eppis testlounge schreibt:

    Toller Bericht 😀
    Letztens habe ich zu Chia noch einen anderen Bericht gelesen , theoretisch könnte man auch Leinsamen benutzen. Ist wohl das gleiche an Vitaminen und Co. drin ist nur wesentlich billiger

    Lieben Gruß Eva

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